ECCErlanger Campingclub e.V. im ADAC

Ausfahrten 2024

Besichtigung von Faber-Castell in Stein


alte Werksansicht
Was 1761 als kleine Manufaktur mit einer Produktion von 5 Bleistiften täglich begann ist inzwischen zur einer der größten Fabrik von holzgefassten Stiften mit einem täglichen Ausstoß von über 500.000 Blei- und Buntstiften geworden. Wir hatten am 22.03.2024 die Möglichkeit, die Produktion zu besichtigen.
Zuerst wurde das Mythos Blei geklärt. Diese Stifte enthalten kein Blei sondern ein Gemisch von Graphit und Ton. Bei einem gleichen Verhältnis hat am einen mittelstarken Stift (HB), bei härteren ist der Ton-Anteil höher. Farbstiften wird entsprechend Farbe zugeführt. Aus dieser Masse werden dann die Minen gepresst. Als Halterung dient ein gleichmäßig gewachsenes Holz, zurzeit Pinienholz. Dafür unterhält Faber-Castell eine eigene Plantage in Südamerika. Das Holz wird in kleine Quader in der später gewünschten Stift-Länge geschnitten. Dann werden passende Rillen ausgefräst (meist 8 nebeneinander, abhängig vom Minendurchmesser), die Presslinge eingelegt und mit einem passenden Holzgegenstück verklebt.

Fertigung

Fertigung
Da dies unter hohem Druck erfolgt, sieht man später keine Naht mehr. Nun werden aus den Quadern die 6-eckigen Bleistifte geschnitten. Die äußere Farbe wird aufgesprizzt und sofort getrocknet. Je nach Farbe und Intensität durchläuft ein Stift diesen Teil bis zu 5 mal. Jetzt wird die Endkappe erstellt. Hier werden die Stifte entsprechend in Farbe getaucht. Auch dies wird danach sofort wieder getrocknet. Sollte der Bleistift gespitzt ausgeliefert werden, wird nun ein Ende entsprechend angespitzt, bei Farbstiften erfolgt dies per Schleifband. Als letztes wird der Stift nun bedruckt.

im Shop

im Shop
Trotzdem das alles in rasender Geschwindigkeit abläuft dauert die Produktion über eine Woche. Fotografieren war in der Fertigung leider nicht erlaubt. Die beiden Bilder wurden uns von Faber-Castell zur Veröffentlichung gestellt. Im Shop war jedoch fotografieren erlaubt.


Ancampen in Bad Füssing


Gruppenbild
Die Anreise am Sonntag, 21.04.2024 war wegen der winterlichen Verhältnisse mit Glatteis und Schneefall nicht ganz stressfrei. Die meisten Teilnehmer bekamen Plätze im hinteren Bereich zugewiesen. Gemeinsamer Treffpunkt fand im Maxwirt auf dem Campingplatz beim Abendessen statt. Genossen hatten wir ein reichhaltiges, leckeres Menü.

Am ersten Tag war kein Programm vorgesehen, stattdessen wurden Vorschläge für eigene Unternehmungen, z.B. Glaskunst, Schnapsladen (Penninger) und Thermenbesuch gemacht. Die obligatorische Cafetafel fand wegen eisigen Temperatur im Aufenthaltsraum mit Glühwein von den Spendern Doris und Helmut statt.


Flugvorführung
Dienstagvormittag war noch Zeit zum Besuch des Thermalbades und der Sauna am Platz, bevor es am frühen Nachmittag zur Adlerstation nach Obernberg am Inn in Österreich ging. Das Wetter hatte es gut gemeint, sodass die Flugvorführung stattfinden konnte. Vorher gab es reichlich Zeit und Gelegenheit zur Besichtigung zahlreicher kleiner und großer Greifvögel (Adler, Milane, Bussarde,Geier, Falken und Uhus). Die Falknerei konnte mit ihrer Greifvögel Flugvorführung begeistern. Viel Interessantes erfuhren wir über die Geschichte und die Praktiken der Falknerei. Das gemeinsame Abendessen verbrachten wir im Hofwirt am Marktplatz in Obernberg.

Am Mittwoch fuhren wir mit Pkws zum Treffpunkt Schiffsanleger A11 nach Passau. Hier startete die interessante, unterhaltsame, genussvolle kulinarische Führung. In kurzer Lederhose, trotz eisiger Kälte führte uns der temperamentvolle „Stefan“ zum königlichen bayerischen Gasthaus in der Höllgasse. Dort gab es einen originalen „Oabatzten“. (Die Rezeptur ist geschützt.) Der nächste Haltepunkt vorbei an zahlreichen Künstlerstätten führte zum Rathausplatz (ehemaliger Fischmarkt). Gleich nach dem Scharfrichterhaus (dort finden die Kabarett–Preisverleihungen statt) gab es einen weiteren Leckerbissen mit Weißwurstbrezelhäppchen und frischem Weißbier. Am stillen Innufer, entfernt vom Trubel der Innenstadt wurde Blutwurz und Bärwurz ausgeschenkt. Der Name Bärwurz lässt sich zurückführen auf seine medizinische Bedeutung bei gebärenden Müttern (Gebärwurz). Gegenüber am anderen Innufer grüßte die Wallfahrtskirche Maria Hilf. Durch die schmale Zinngießergasse gelangte man zum Stefansdom, der innen und außen leider teilweise verhüllt war. Die ganze Stadt brannte 1662 bis auf den Dom ab. Dieser wurde dann beim feierlichen Gedenken seiner Errettung von kolossalem Kanonenfeuer dann doch noch zerstört. Einige Teilnehmer nahmen die Gelegenheit wahr, sich im nahen Domcafe aufzuwärmen. Wieder hatten wir Glück mit dem Wetter. Das Abendessen fand statt Cafetafel im Egglinger Hof in Egglfing statt.

Ein Bus fuhr uns am Donnerstag nach Salzburg in die Paris-Lodron–Straße, von woaus die Stadtführung startete. Von dort war es nicht weit zum Mirabellengarten, einer prächtigen Barockanlage. Salzburg wurde im 17.Jahrhundert gegründet und 1809 Sitz eines Fürsterzbischofes. Früher gelangte Salz auf der Salzach in die Stadt, die dadurch Reichtum erlangte. Heute besitzt Salzburg ca. 160 000 Einwohner. Vom Landestheater und dem Marionettentheater gelangten wir zum Marktplatz mit Blick auf die Dreifaltigkeitskirche. Das berühmte Hotel Sacher liegt vor der Liebesbrücke mit den massenhaften bunten Schlössern der Liebespaare. Von hier reicht der Blick auf die Feste Hohensalzberg. Am Geburtshaus von Herbert von Karajan vorbei gelangten wir in die bekannte Getreidegasse. Die Schilder der Handwerker und Geschäfte erleichterten früher die Orientierung. Am Hagenauplatz wies uns die Stadtführerin auf das Geburtshaus Mozarts hin, der im 3. Stock wohnte (geb. 17. Januar 1750). Nach der Universitätskirche, der nahen Universität und dem Marktplatz, auf dem nur samstags Markt stattfindet, sahen wir uns am Alten Markt wieder. Hier steht versteckt ein 14 Quadratmeter kleines Haus, das ein Geselle vorweisen musste, um heiraten zu dürfen. Seit 1703 besteht das älteste Cafehaus Tomaselli. Am Residenzplatz warteten 14 Fiaker (ca. 15 Min Fahrt kosten 52.-Euro). Letzter Haltepunkt war der Domplatz mit herrlichem Blick auf die Festung Hohensalzberg. Hier finden auch die Salzburger Festspiele mit den „Jedermann“-Aufführungen statt. Hier endete der schöne Tag in Salzburg.

Für den Freitag war eine Flussfahrt auf der Donau geplant. Wir fuhren wieder mit Pkws zum Schiffsanleger A11 nach Passau. Helmut hatte bereits Karten besorgt. Donauabwärts ging es durch zahlreiche Flussschleifen vorbei an Burgen an Steilhängen der Donau. Nach dem Ort Obernzell mit seiner schönen Barockkirche erreichte unser Kristallschiff den Wendepunkt Kasten. Bei herrlichem Sonnenschein (ein Genuss auf dem Oberdeck) kehrten wir zurück nach Passau mit der Sicht auf den Zusammenfluss der Flüsse und auf die weitläufige Burganlage über der Donau gegenüber dem Rathausplatz. Danach verblieb noch Zeit für einen Stadtbummel zum Einkaufen, Besuch eines Cafes oder einer Eisdiele. Am Campingplatz traf man sich dann zur obligatorischen Cafetafel. Einige Teilnehmer testeten noch den Italiener in Egglfing.


Kaffeetafel
Samstag war Thermentag. Viele genossen die Wärme im warmen Pool, schwammen im Hallenbad oder heizten sich in der Sauna am Campingplatz auf. Manche machten noch Ausflüge nach Bad Füssing und zum Haslinger Hof. Auch mit Spaziergängen in der Sonne und Cafe am Teich wurde die Zeit verbracht. Vorzelte wurden auch schon abgebaut und außerdem musste ja einer noch den Bericht über das heuerige Ancampen verfassen. Das gemeinsame Abschlussessen im Maxwirt mit der Verabschiedung durch Peter zeigte, dass die Teilnehmer rundum zufrieden mit dem Ancampen waren. Für die bewerte, zuverlässige, gekonnte Planung im Vorfeld und vor Ort bedanken wir uns herzlich bei unserem Helmut.

Am Sonntag machten wir uns bis spätestens 11.oo auf den Heimweg.


Führung Historische Felsengänge in Nürnberg

Am 15.05.2024 hatten 20 Teilnehmer eine sehr interessante Führung in den historischen Felsengängen in Nürnberg.

Der Einstieg erfolgte am Albrecht-Dürer-Platz, dem ehemaligen Milchmarkt. Es ging über enge und sehr steile Treppen, schmale, niedrige Gänge im Buntsandstein, mit einfachen Mitteln wie Hacke und Meißel schon seit 1380 errichtet.

Im letzten Krieg dienten die Gänge zur Einlagerung von Kunstschätzen (Männleinlaufen, Schöner Brunnen) und zum Schutz der Bevölkerung bei Luftangriffen. Da das Wasser damals verkeimt und somit gesundheitsschädlich war, konnten die Bürger früher den täglichen Flüssigkeitsbedarf von 2 Litern nur mit Bier decken, und das vom Säugling an gleich nach dem Abstillen. Das Bier brauchte zum Reifen und zum Lagern eine konstante Temperatur von etwa 8 Grad. Mit steigendem Bedarf wurden die Keller im Laufe der Jahrhunderte bis auf 4 Solen erweitert und Lüftungsschächte eingebaut. Jeder Wirt musste früher einen eigenen Keller besitzen. Der „Schröter“ ließ die Fässer über eine Fassleiter in die Tiefe. Der „Kieser“ prüfte das gebraute Bier und falls es Mängel hatte „schlug er dann dem Fass den Boden aus“.

Ausgeschlagener Buntsandstein wurde auch zum Fegen von Böden verwendet („Stubensandstein“). Es gab 24 Keller, die über die Stadt verteilt und verbunden waren. Zusätzliche Eingänge, z.B. von der Stadtmauer aus, wurden angelegt und dadurch überlebten viele Einwohner, als am 2.1.1945 durch Bomben die Altstadt in kürzester Zeit weitgehend zerstört wurde. Ab 1798 dienten die Keller der Lagerung von Gurken und Sauerkraut. Heute liegen hier außerdem 2 Alkoholkeller.

Der Abraum des Buntsandsteins wurde an einer Stelle in die Pegnitz geschüttet und so entstand die „Insel Schütt".

Bei dieser geschichtsträchtigen Ausfahrt haben wir auch wieder viele Bilder gemacht. Diese findet man wie immer in unserem Fotoalbum gespeichert.


Sommerausfahrt ans Steinhuder Meer


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